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VERNETZUNGSPROJEKT  "INSELN DES GLÜCKS"

 

Vernetzungsprojekt Inseln des Glücks      -        



Aktuell:  "glück..  eine spur"   Köln 2011
Einladungskarte/Künstler
      -      Eröffnungsrede      -      Fotos


2004 initiierte die Künstlerin Martina Biesenbach ein Projekt, bei dem sich Künstler zu
Ausstellungen über das Thema "Glück" vernetzen.

Nach einer ersten Werkschau 2004 in Köln (Deutzer Brücke, "Inseln des Glücks") wurden
weitere Ausstellungen 2006 in Wiesbaden ("Glück und Konsum"), im September 2009
in Dortmund ("Glück und Zeit"), im Novemer 2009 im Stattmuseum Köln-Sülz "Glück statt…" ausgerichtet. Eine weitere Ausstellung wird Beginn 2012 mit dem Titel "Zum Glück" in Köln
stattfinden - siehe Ausschreibung auf dieser Seite.

Die nunmehr sechste Ausstellung dieser losen Reihe trägt den Titel "glück, eine spur" ,
und fand am 06. - 16.10.2011 im Hochbunker Köln Ehrenfeld statt (Infos auf dieser Seite).

Die teilnehmenden Künstler formulierten mit Mitteln der Malerei, Bodeninstallation, Skulptur, Objektkunst, Fotografie ihre jeweiligen künstlerischen und intellektuellen Positionen zu dem sehr komplexen Phänomen "Glück".

 

  
 




Aktuell:  "glück..  eine spur"   Köln 2011
Einladungskarte/Künstler
      -     Eröffnungsrede      -      Fotos 

Vernetzungsprojekt "Inseln des Glücks"

Ausschreibung Ausstellung " Zum Glück 2012"





Vernetzungsprojekt  "INSELN DES GLÜCKS"     AKTUELL


dem glück auf der spur...... 06.10.2011
Hochbunker
Körnerstrasse 101
50825 Köln


Foto: Dietmar Paetzold


Jürgen Dehniger, Malerei
Shige Fujishiro, Foto/Installation
Edin Bajric, Video
Dietmar Paetzold, Objekte, Foto
Hanfried Brenner, Zeichnung, Objekte
Annette Jellinghaus, Malerei
Ursula Krenzler, Malerei
Friedrich Engstenberg, Objekte
Martina Biesenbach, Installation

Vernissage: Do. 06.10.2011 18h
Es spricht: Prof. Dr. Thomas Münch
Öffnungszeiten Mi. Do. Fr. Sa. So.
16-20h und nach. Vereinbarung

Finissage So. 16.10.2011 15h

Kontakt : Martina Biesenbach
0221 2403635 m.biesenbach@gmx.net

 

 




Aktuell:  "glück..  eine spur"   Köln 2011
Eröffnungsrede
     -      
Einladungskarte/Künstler       -      Fotos

Vernetzungsprojekt "Inseln des Glücks"


"Spuren" / "dem Glück auf der Spur"

Eröffnungsrede von Prof. Dr. Thomas Münch
"glück, eine spur"
Hochbunker Köln Ehrenfeld 2011

Auszug der Rede

SPUREN
"Spuren" / "dem Glück auf der Spur" - Titel der Ausstellung
Auf welche Spuren bringen uns die hier ausstellenden Künstlerinnen und Künstler?
Oder hinterlassen sie Spuren, die etwas über das Glück aussagen, die vielleicht sogar zum
Glück hinführen?
Oder hat das Glück in ihren Arbeiten Spuren hinterlassen?


IMPRESSIONEN:

Sind die Kinderbilder bei Annette Jellinghaus ein deutlicher Hinweis darauf, dass es nur ein
kurzes und nur ein menschengemachtes Glück geben kann? Dass im Paar das schon von Plato beschriebene seit Urzeiten getrennte Menschenwesen wieder zusammenfindet - sein Glück findet?
Und es daher tanzt?

Oder ist Glück eher eine praktische kölsch Lebenseinstellung , eher ein
"et hät noh immer joot jegange? Denn was ist Friedrich Engstenberg "einstürzendes Stadtarchiv anderes als ein Hinweis auf die Relativität der Dinge - von 4711 stehen doch noch drei Viertel!
Oder ist sein "Warten auf den Sommer" ein Hinweis darauf dass wir auf den richtigen Augenblick
warten können müssen; um dann Fortuna - die Glückgöttin - mit diesem "Sommerglückfänger" einzufangen?

Oder ist es schon ein Glück, zu überleben? Dietmar Paetzold zeigt uns Bilder des Überlebens
- und seiner Kontingenz - und diese Bilder erinnern uns Nachkriegskinder an die weinseligen Überlebensfeste, die regelmäßig zu später Stunde in orgiastischer Trauer über die Toden, die Glücklosen endeten.

Da changiert das Glück auf dem schmalen Grad zwischen Leben und Tod - Martina Biesenbachs "weiße Hortensien" erinnern an frische Gräber - überhäuft mit eben diesen Todesblumen - und ihre Tagebücherskizzen, die mich an "Kafkas Erzählung "Strafkolonie" erinnern, Sie lassen die Last des alltäglichen Überlebens, den Horror des Alltags erahnen. Der eben nicht so einfach zum
Verschwinden gebracht werden kann wie das hüpfende Kind.

Oder die verschwundenen "War photografer" und die "verbrannten Bücher" bei Jürgen Dehninger,
die beide nicht verschwinden können, weil sich die Bilder und Texte in unsere Hirne eingebrannt
haben - "dauerhafter als Erz".

Wie "Abendgedicht (Kafka)auf Bunkerwand" von Hanfried Brenner - eine Arbeit in der ein Wettstreit
um das Dauerhafte stattfindet - und wir setzen natürlich alles was wir haben auf die Poesie!

Ist also Ewigkeit, Dauerhaftigkeit das Glück? Etwas "hergestellt" zu haben - wie Hannah Arendt
es nennt - was von unserem kurzen Aufenthalt zwischen zwei Nichts - eines aus dem wir kommen
und eines in das wir gehen - Zeugnis geben soll?
Oder sind es Erinnerungen, Ahnungen, Träume, die uns streifen wie ein Windhauch?

Das Fenster zum Meer bei Ursula Krenzler welches sofort einen Geruch nach Sommer und Salz erzeugt, nach sonnenvollen Tagen die nie zu enden schienen. Der "Gebetsteppich", der mich an glückliche Hipppietage in Afghanistan erinnert, an meine längst verlorene Suche nach einem
"shangri lah" - Kindheits-Zufluchts-Glücks-Orte nennt die Künstlerin diese Arbeiten.

Oder träumt uns das Glück, wir die wir aus Sternenstaub - stardust - gemacht sind?
Träumt es uns wie wir die Installation von Shige Fujishiro nur als Traum wahrnehmen können
und nicht wissen, was der Unterschied zwischen Traum und Tag ist - oder vielleicht wollen wir
es als glückliche Wesen gar nicht wissen?

Weil wir im Grunde unserer Seele ahnen, wie ephemer, wie zerbrechlich, wie unerreichbar das
Glück ist - wie eine Seifenblase in den Videos von Edin Bairic. Aber lassen wir uns auf seine
magischen Seifenblasen ein, erkennen wir ihre vollkommene Schönheit und ahnen dass unser
Glück vollkommen sein kann und manchmal auch ist!

Vielleicht entsteht das Glück wirklich nur dann, wenn wir uns eingestehen, dass es zerbrechlich
und von kurzer Dauer ist - wie unser ganzes Leben.

Nochmals Ludwig Marcuse.

"wer für das Glück in der Geborgenheit einen Sinn sucht, ist verloren, da der Mensch keinen
Sinn finden kann...wer glaubt, ein sinnloses Leben nicht führen zu können soll sich umbringen...Momentane
Glück- und Seligkeitspartikelchen gibt es genug"

Oder:

Gotthold Ephraim Lessing: Lied

Gestern liebt' ich,
Heute leid' ich,
Morgen sterb ich:
Dennoch denk' ich
Heut und morgen
Gern an gestern.


 

 




Aktuell:  "glück..  eine spur"   Köln 2011
Fotos
      -      Einladungskarte/Künstler      -      Eröffnungsrede

Vernetzungsprojekt "Inseln des Glücks"





Eröffnung - Foto Edin Bajric

 


Eröffnung - Foto Edin Bajric

 


Eröffnung - Foto Edin Bajric

 


Eröffnung - Foto Edin BajricEröffnung - Foto Edin Bajric

 


Eröffnung - Foto Edin Bajric

 


Eröffnungsrede - Thomas Münch

 


Annette Jellinghaus - Foto Dietmar Paetzold

 


Annette Jellinghaus - Foto Dietmar Paetzold

 


Annette Jellinghaus - Foto Dietmar Paetzold

 


Annette Jellinghaus, Friedrich Engstenberg - Foto Dietmar Paetzold

 


Bunkeransicht - Foto Martina Biesenbach

 


Dietmar Paetzold

 


Dietmar Paetzold

 


Dietmar Paetzold - Raumansicht

 


Dietmar Paetzold - Überlebenslotterie

 


Dietmar Paetzold

 


Edin Bajric - Foto Dietmar Paetzold

 


Edin Bajric - Foto Edin Bajric

 


Edin Bajric - Foto Martina Biesenbach

 


EdinBajric - Foto Dietmar Paetzold

 


Friedrich Engstenberg - Foto Dietmar Paetzold

 


Friedrich Engstenberg - Foto Dietmar Paetzold

 


Friedrich Engstenberg - Foto Dietmar Paetzold

 


Hanfried Brenner - Foto Dietmar Paetzold

 


Hanfried Brenner - Foto Dietmar Paetzold

 


Hanfried Brenner - Foto Dietmar Paetzold

 


Jürgen Dehniger - Foto Dietmar Paetzold

 


Jürgen Dehniger - Foto Dietmar Paetzold

 

 


Martina Biesenbach - Foto Dietmar Paetzold

 


Martina Biesenbach - Foto Dietmar Paetzold

 


Martina Biesenbach - Foto Dietmar Paetzold

 


Martina Biesenbach - Foto Dietmar Paetzold

 


Martina Biesenbach - Foto Dietmar Paetzold

 


Shige Fujishiro - Foto Dietmar Paetzold

 


Shige Fujishiro - Foto Dietmar Paetzold

 


Shige Fujishiro - Foto Dietmar Paetzold

 


Shige Fujishiro - Foto Dietmar Paetzold

 


Ursula Krenzler - Foto Dietmar Paetzold

 


Ursula Krenzler - Foto Dietmar Paetzold

 


Ursula Krenzler - Foto Dietmar Paetzold

 


Ursula Krenzler - Foto Dietmar Paetzold

 

Aktuell:  "glück..  eine spur"   Köln 2011
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