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Vernetzungsprojekt  "INSELN DES GLÜCKS"


"GLÜCK UND ZEIT" - DORTMUND
 

Presseinfo
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G l ü c k u n d Z e i t

Ein sich wandelndes Ausstellungsprojekt auf Wanderschaft
Vom 19. 09. bis zum 04. 10. 2009 im Kulturzentrum "Depot" in Dortmund

Für die Erfüllung menschlichen Strebens und Sehnens steht das Wörtchen Glück.
Da es "ein Wort voller Urzauber und Sinnlichkeit" ist (Herrmann Hesse) und auch wegen seiner Vielschichtigkeit und inneren Widersprüchlichkeit, bleibt es für die Kunst ein unerschöpfliches nie versiegendes Thema. Das Vernetzungsprojekt "Glück" wurde im Jahr 2004 in Köln ins Leben gerufen. Dort fand es erstmalig unter dem Titel "Inseln des Glücks" statt.

Eine zweite Umsetzung gab es 2006 in Wiesbaden. Dabei wurde das Verhältnis von Glück
und Konsum befragt. In Dortmund dreht es sich jetzt um den Zusammenhang von Glück und Zeit.
Jede neue Ausstellungsstation bezieht ortsansässige Protagonisten neu mit ein.
Aber auch Teilnehmer der vorausgegangenen Ausstellungen sind dabei. 13 Künstlerinnen und
Künstler zeigen 12 Arbeiten, die das Thema in unterschiedlichen Lesarten und in einer großen Spannbreite von Ausdrucksmitteln zum Vorschein bringen.

Zur Vernissage führt der Kunsthistoriker Andreas Schnieder in die Ausstellung ein.
Zudem wird die Ausstellung um Beiträge aus anderen Kunstsparten ergänzt und bereichert.
Vier bekannte Dortmunder Autoren lesen in einer Literarischen Matinee eigene Texte, die zum
Teil extra für dieses Projekt geschrieben wurden.
Der Komponist Maik Hester gestaltet zur Vernissage eine Musik-Performance.

Im Rahmenprogramm spielt das Theater im Depot die Stücke "Nebeneinander Gehen" und
"Mehr Links" von Dunja Arnaszus und Barbara Müller. Das sweetSixteen-Kino steuert einen
Filmabend bei.

 

 




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Hanfried Brenner
hanfried.brenner@freenet.de
Tel. 0231 129547 (privat)
0231 881684 (Atelier)


Christiane Schlieker-Erdmann
schlieker_erdmann@yahoo.de

Tel. 02302 54011


CD

Zum Ausstellungsprojekt: Glück und Zeit liegt eine Dokumentation mit Werkfotos, Biografie und Texten der beteiligten Künstler in gedruckter Form und als CD vor. Bei Interesse, wenden Sie sich bitte an die Projektleitung.



Links:


http://beta.dortmund.de/de/cms/dortmund/freizeit_und_kultur/veranstaltungskalender/
veranstaltung_detail_39821.jsp?date=Samstag,%2019.+September+2009&stime=16:00&etime=21:00












 




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Künstler

Martina Biesenbach
atelierplanb@aol.com
www.biesenbach.kulturserver-nrw.de

Hanfried Brenner
hanfried.brenner@freenet.de
www.hanfried-brenner.de

Torsten Grosch
info@431art.org
www.431art.org

Haike Rausch
hr@431art.org
www.431art.org

Siglinde Kallnbach
siglinde.kallnbach@wishingtrack.com

Gudrun Löbig
kunst@gudrun-loebig.de
www.gudrun-loebig.de

Gabriele Luetgebrune
garolux@-online.de

Marion Menzel
marion.maria.menzel@web.de
www.menzel-marion.de

Jürgen Raap
nc-raapjr@netcologne.de

Christiane Schlieker-Erdmann
schlieker_erdmann@yahoo.de
www.schlieker-erdmann.de

Wolfgang Schmidt
postschmidt@web.de
www.arteversum.com

Gine Selle
gineselle@salonpupille.de
www.gineselle.de

Suse Solbach
mail@susesolbach.de
www.susesolbach.de

 

 

 




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G l ü c k u n d Z e i t

"Es ist nicht leicht, die Banalität des Guten zu akzeptieren" (1)


Diese Erkenntnis vertrat der Heidelberger Paartherapeut und Autor Arnold Retzer jüngst in
einem Zeitungsinterview der FAZ über die glückliche Beziehung von Ehepaaren, die in der
Akzeptanz der täglichen Sorgen glücklicher wären, als einem unbestimmbaren Ideal oder einer
vagen Vorstellungvon Glück zu huldigen. Definiert man Glück aus philosophischer Sicht als
Zustand vollkommener Befriedigung und Wunschlosigkeit, ist die aufrichtige Erfüllung dieser
Offenbarung in den meisten Fällen unerreichbar.

Die Zeit hingegen ist messbar an der sichtbaren und bewusst wahrgenommenen Veränderung
des Entstehens, Werdens und Vergehens. Das Bewusstsein ist die Voraussetzung, um die Veränderung den Fortgang der Zeit erkennen zu können. Das macht es dem Menschen leichter,
Zeit als subjektive Erfahrung beinahe greifbar werden zu lassen, sogar dann, wenn es der
Verlust ist, also die Erkenntnis: Ich habe keine Zeit!

Die trügerische und banale Darstellbarkeit des Glücks findet man nur auf dem Rummel im
Glücks- und Liebesbarometer, das auf Wärme und Feuchtigkeit der aufgelegten Handflächen
reagiert und eher neue Wünsche weckt, als einen Zustand der Zufriedenheit erzielt.
Daher ist es kein Zufall, dass dasGlück konstant in einer Ausstellungsreihe thematisiert wird,
die im Jahre 2004 in Köln unter dem Titel "Inseln des Glücks" begann, in Wiesbaden im Jahre
2006 die "Aspekte der Ver-Dinglichung" unter der Überschrift "Glück und Konsum" untersuchte
und nun im Dortmunder Depot mit "Glück und Zeit" eine neue künstlerische Herausforderung
gefunden hat.

Martina Biesenbach, Hanfried Brenner, das Künstlerduo Haike Rausch und
Torsten Grosch (431art),Siglinde Kallnbach, Gudrun Löbig, Gabriele Luetgebrune, Marion Menzel, Jürgen Raap, Christine Schlieker-Erdmann, Wolfgang Schmidt, Gine Selle und Suse Solbach
spürten mit ihren Arbeiten der Darstellbarkeit von Glück und Zeit nach, schufen mit den unterschiedlichsten Ansätzen und Materialien der Kunst einen gemeinschaftlichen
Spannungsbogen, der vom kurzen Glück im Imbissdes Mezopotamien Grill berichtet, persönliche Schicksalsschläge verarbeitet, zauberkräftige Glücksbilder produziert, Adoptionen einer
verstoßenen und missachteten Pflanzenwelt vermittelt und einem Gedicht Friedrich Hölderlins
zu neuer Form verhilft.

Das Gefüge von Glück und Zeit ist in dieser Ausstellung inhaltlich eng mit der Blüte der Vanitas-Darstellungen und der "Memento mori"-Thematik des 17. Jahrhunderts verknüpft.
Der unabwendbaren Vergänglichkeit abzuringen, was im schnellen Fluss der weltweiten gesellschaftlichen Veränderung kaum noch wahrgenommen wird, ist ein zentrales Anliegen dieses gemeinschaftlichen Projektes. "Wehmir, wo nehm ich, wenn…" ruft Hölderlin in Ahnung des unwiederbringlichen Verlustes. Wehe uns, die wir die Banalität des Guten nicht zu schätzen
wissen und einem zweifelhaften Glück nacheifern, das uns bei aller Eile die Lebenszeit raubt.

Andreas Schnieder

(1) Arnold Retzer, "Reine Liebe ist mit dem Leben unvereinbar".
Der Paartherapeut und Autor Arnold Retzer über Verstand und Gefühl in der
Ehe, das Schöne am Streit und den Segen resignativer Reife, in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung vom 16. August 2009, Nr.33, S.47.

 

 




Fotos
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Ausstellung im Depot, Mittelhalle ( Foto: I. Richter )




Ausstellung im Depot, Mittelhalle ( Foto: I. Richter )



Begrüssung, v.li. Siglinde Kallnbach, Hanfried Brenner, Christiane Schlieker-Erdmann
( Foto: I. Richter )



v.li. Suse Solbach, Hanfried Brenner ( Foto: I. Richter )



.v.li. beteiligte Künstler der Ausstellung: Wolfgang Schmidt, Haike Rausch, Torsten Grosch,
Siglinde Kallnbach, Jürgen Raap, (Foto: J. Wilke-Paas )




v.re. beteiligte Künstler: Gabriele Luetgebrune, Gine Selle (Foto: J.Wilke-Paas )

 


v.li. beteiligte Künstler :Christiane Schlieker-Erdmann, Hanfried Brenner
und Andreas Schnieder ( Kunsthistoriker ) (Foto : J. Wilke-Paas )

 


Musiker: Maik Hester (Foto: Jürgen Raap)

 


"Ohne Titel", Performance, (Fotos: Haike Rausch)

 


"Ohne Titel", Performance, (Fotos: Haike Rausch)

 


"Ohne Titel", Performance, (Fotos: Haike Rausch)

 


Linsensuppe von Gine Selle

 


Tango am späten Abend (Foto: J. Wilke-Paas )


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